Fahrzeugweihe bei extremer Hitze

Trotz der hohen Temperaturen, etwa 35 Grad, kamen am wärmsten Samstag des Jahres über hundert interessierte Bürger zum Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Pullach. Die Feuerwehrleute, denen Marscherleichterung gewährt wurde - sie durften auch während des offiziellen Teils auf das Uniformsakko verzichten - hatten für ihre Besucher einiges vorbereitet.

Zunächst fand die Weihe und Segnung des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs sowie des im letzten Jahr in Dienst gestellten Feuerwehrbootes statt. Nach der Begrüßung durch Vorstand Josef Rauscher richteten die beiden Pullacher Pfarrer, Wolfgang Fluck und Kurt-Heinrich Bordon, ihre Worte an die Feuerwehr-Mannschaft und die Besucher. Sie wünschten sich, ebenso wie Bürgermeister Jürgen Westenthanner, dass die neuen Gerätschaften bei der Rettung von Menschenleben hilfreich sein und die Feuerwehrfrauen  und -männer zu jeder Zeit gesund von ihren Einsätzen zurückkehren mögen. Anschließend übergab der Bürgermeister den Schlüssel für das Einsatzfahrzeug symbolisch an Brandmeister Otto Horak, der die Kommandanten an diesem Tag vertrat.

Auf die Fahrzeugweihe folgte dann der Tag der offenen Tür. Wer selbst Hand anlegen wollte, konnte an einem Feuerlöscher-Simulator üben. Hinzu kam eine Vorführung von Hermann und Tobias Popp. Die beiden Pullacher Feuerwehrmänner sind in ihren jeweiligen Kategorien Deutsche Meister im Modellbau und hatten einige ihrer Modelle mitgebracht. Mit diesen Miniatur-Löschfahrzeugen, zwei originalgetreu nachgebauten Fahrzeugen der Feuerwehr Pullach sowie einem Flugfeldlöschfahrzeug und einem Löschpanzer bekämpften sie erfolgreich einen „Brand“ in einer Industrieanlage, der ebenso realitätsnah mit Flammen und Rauch nachgestellt wurde. Es folgten noch zwei Einsatzvorführungen der aktiven Mannschaft: Zuerst wurde eine unter einem Lastwagen eingeklemmte Person mit schwerem technischen Gerät befreit, danach drei Personen mit der Drehleiter vom Übungsturm gerettet sowie ein simuliertes Feuer im zweiten Stock gelöscht. Die Feuerwehrleute, die dabei selbstverständlich ihre volle Montur inklusive Atemschutzgerät tragen mussten, erhielten einen besonderen Applaus.

Neben einer Modenschau, bei der die verschiedenen bei der Feuerwehr verwendeten Schutzanzüge präsentiert wurden, hatten die Besucher die Gelegenheit, das gesamte Feuerwehrhaus im Rahmen einer Führung kennenzulernen. Auch die Verpflegung der eigenen Mannschaft sowie der Gäste, unter anderem mit Gegrilltem, Schweinebraten und Chili con carne, wurde durch das Küchenteam der Feuerwehr sichergestellt. Als der Tag der offenen Tür am Nachmittag zu Ende ging, stand allen Beteiligten die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben - dennoch ein voller Erfolg.

 

Moritz Lochmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit