Rückblick (25 Jahre)

Am letzten Freitag jährte sich die verheerende Explosion im Industriegebiet Höllriegelskreuth zum 25. Mal. Das nehmen wir zum Anlass, ein Vierteljahrhundert zurückzublicken und über diesen Einsatz zu berichten.

Am 25. Mai 1993 kam es um die Mittagszeit bei einem Laborversuch in einem Chemiebetrieb zu einer Explosion. Florian Oesterreicher, an diesem Tag als einer der ersten Feuerwehr-Einsatzkräfte vor Ort, war gerade in der Waldwirtschaft in Großhesselohe und hörte die Explosion trotz der Entfernung einiger Kilometer deutlich. Vor Ort bot sich ihm ein Bild der Zerstörung: Mehrere Gebäude waren massiv beschädigt, teilweise bestand Einsturzgefahr. Noch in 60 Metern Entfernung waren Fensterscheiben zu Bruch gegangen, außerdem war zunächst ein massiver Löscheinsatz erforderlich, um den entstandenen Brand zu bekämpfen. Anders als bei den - in dieser Hinsicht glimpflich verlaufenen - Großbränden dort, unter anderem in den Jahren 1982, 1988 und 2002, waren diesmal leider zwei Tote zu beklagen. Es handelte sich um Arbeiter des Chemiewerks; sieben ihrer Kollegen wurden teilweise schwer verletzt. Gut 200 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren retteten die Verletzten und bekämpften das Feuer. Der Rettungsdienst, unter anderem mit einem Hubschrauber vor Ort, brachte die Schwerverletzten schnellstmöglich in umliegende Krankenhäuser.
Der Einsatz blieb den Feuerwehrleuten, nicht zuletzt aufgrund der zu beklagenden Todesfälle, lange Zeit in Erinnerung.

Stefan Eschenbeck, der die Fotos zur Verfügung gestellt hat, gilt unser großer Dank.

Thomas Maranelli

stelv. kommandant